za, 18-04-2026 ICF Berlin, Berlin-Tempelhof

„Erinnern verpflichtet" – Konzert- und Gesprächsabend

Was bedeutet Erinnern heute – im eigenen Leben, angesichts polarisierter Debatten? Anlässlich Jom HaSchoa, dem jüdisch-israelischen Holocaustgedenktag, verbinden Bar Zemach (Schofar-Solist), Sarah Maria Sander und die Band Be'er Sheva Musik, Geschichte und offenes Gespräch zu einem Abend, der im Ohr bleibt – und im Herzen.

za, 18-04-2026
Deur open: 18:30
Begin: 19:00
Ende: 21:00

ICF Berlin
Ringbahnstraße 32-34
DE-12099 Berlin-Tempelhof

Veranstaltet von:
Marsch des Lebens e.V.
Infos und Kontakt

„Erinnern verpflichtet" – Konzert- und Gesprächsabend

Anlässlich Jom HaSchoa, dem jüdisch-israelischen Holocaustgedenktag, lädt der Marsch des Lebens zu einem besonderen Abend in Berlin ein.

Bar Zemach, international renommierter Hornist und Schofar-Solist, bringt mit großer Virtuosität das uralte Horn seiner Vorfahren auf die Bühne. Das Schofar, eines der ältesten Instrumente des Judentums, erklingt als kraftvolles Symbol für jüdische Identität, Erinnerung und Zusammenhalt. Im Konzert mit Sarah Maria Sander – Schauspielerin, Sängerin und Journalistin, die Musik und Theater mit politischem Engagement verbindet – sowie der Band Be'er Sheva. Gemeinsam nehmen sie das Publikum mit auf eine musikalische Reise in die Zeit des Holocausts. Lieder, Texte und Geschichten machen Geschichte erlebbar – und lassen jüdische Künstlerinnen und Künstler, die die Musikgeschichte bis heute prägen, neu hörbar werden.

Zwischen den Stücken entsteht ein offenes Gespräch: Was bedeutet Erinnern an den Holocaust heute – im Alltag, im eigenen Leben, angesichts polarisierter Debatten? Wie verändert die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte den Blick auf die Gegenwart? Jüdische und christliche Stimmen kommen zusammen – ehrlich, persönlich und ohne einfache Antworten.

Ein Abend mit Tiefe und unbrüchlicher Lebensfreude. Der im Ohr bleibt – und im Herzen.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, bei einem lockeren Get-together mit den Künstlern und anderen Gästen ins Gespräch zu kommen.

Es gibt nur wenige Parkplätze auf dem Gelände - das Parken in den umliegenden Straßen ist kostenpflichtig. Empfohlen wird die Anfahrt via S-/U-Bahn Tempelhof.

Sarah-Maria Sander

Sarah-Maria Sander geboren 1995, wuchs in Deutschland auf – in einer jüdischen Familie mit Wurzeln in Russland, der Ukraine und Aserbaidschan. Sie studierte an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch" Berlin und war anschließend Teil des Ensembles der Volksbühne Berlin. Ihre Stimme reicht von Chanson und Pop/Rock bis zu A-cappella und Jazz.

Als freie Journalistin engagiert sie sich gegen das Putin-Regime und für politische Gefangene in Russland und Belarus. Mit Beginn des Angriffskriegs widmete sie ihre Arbeit der Ukraine; daraus entstand das preisgeförderte Projekt „Stimmen des Krieges". Seit dem 7. Oktober 2023 berichtet sie aus Israel – zuletzt aus den evakuierten Regionen im Norden des Landes. Daraus entstand der Dokumentarfilm „Als die Hisbollah das Leben in Nordisrael zerstören wollte". Sie setzt sich in den Sozialen Medien gegen Antisemitismus und Falschinformationen ein. 



Bar Zemach

Bar Zemach ist israelischer Hornist und Shofarist mit Wohnsitz in Berlin. Er studierte bei Prof. Christian Friedrich Dallmann an der Universität der Künste Berlin und war Stipendiat der Lucerne Festival Academy, des Moritzburg Festivals und des Grafenegg Campus. Als Solohornist wirkte er in der Jungen Deutschen Philharmonie; seit 2022 ist er Solohornist im West-Eastern Divan Orchestra unter Daniel Barenboim. 
Als Pionier des klassischen Schofarspiels gab er sein Solodebüt an der Berliner Philharmonie   und im Konzerthaus Berlin. 2025 spielte er die Uraufführung eines eigens für ihn komponierten Schofar-Konzerts in der Berliner Philharmonie. Weitere Auftritte führten ihn zu den Nürnberger Symphonikern, der Thüringen Philharmonie und der Israel Symphony Orchestra. Für 2024/25 wurde er als Britten Pears Young Artist ausgewählt.



Be'er Sheva

Die Band Be'er Sheva erhielt ihren Namen 2003 bei einem Konzert in der Wüste der gleichnamigen israelischen Stadt. Ihr Stil verbindet orientalische Klänge, Klezmer und jüdische Musik in verschiedenen Sprachen zu einem unverwechselbaren Sound. Be'er Sheva ist weltweit auf Veranstaltungen des Marsch des Lebens zu erleben – und hat dabei besonders die Herzen von Holocaustüberlebenden berührt. 



Veranstaltet von
Marsch des Lebens e.V.

Der Marsch des Lebens ist eine Initiative von Jobst und Charlotte Bittner und den evangelisch-freikirchlichen TOS Diensten aus Tübingen in Deutschland. Gemeinsam mit Nachkommen deutscher Wehrmachts-, Polizei- und SS-Angehöriger veranstalten sie Gedenk- und Versöhnungsmärsche an Orten des Holocaust in Europa und weltweit.

Seit dem Beginn der Bewegung im Jahr 2007 haben bisher Märsche in mehr als 20 Nationen und hunderten Städten und Ortschaften stattgefunden – in Zusammenarbeit mit Christen der unterschiedlichsten Kirchen und Denominationen sowie mit vielen jüdischen Gemeinden. 

Der Marsch des Lebens steht für:

  • Erinnern
  • Aufarbeitung der Vergangenheit, Holocaustüberlebenden eine Stimme geben.
  • Versöhnen
  • Heilung und Wiederherstellung zwischen den Nachkommen der Täter- und Opfergeneration.
  • Ein Zeichen setzen
  • für Israel und gegen den modernen Antisemitismus.

Der Marsch des Lebens hat in jedem Land einen eigenen Namen und eine eigene Identität – „March of Remembrance“ in den USA, „Marcha de La Vida” in Lateinamerika oder „Marsz Życia” in Polen -, die Botschaft bleibt immer dieselbe. Es war das gleichgültige Schweigen der Mehrheit, das den Holocaust überhaupt ermöglicht hat. Eine Gleichgültigkeit, die auch heute den Weg für Antisemitismus und Fremdenhass bahnt. Der Marsch des Lebens verbindet die persönliche Aufarbeitung der Geschichte mit einer öffentlichen Stimme gegen heutigen Antisemitismus in Freundschaft mit Israel.


https://marschdeslebens.org/

     


Die Veranstaltung wird durch "Marsch des Lebens e.V." organisiert und ist der rechtliche Ansprechpartner. Der Veranstalter ist für diese Seite und dessen Inhalte verantwortlich.