Die Sängerin Waltraud Rennebaum wurde in Bochum geboren, sie wuchs in einer musikalisch sehr aktiven Familie auf. Der Vater spielte Trompete, und zwei ihrer Geschwister sind ebenfalls Berufsmusiker geworden. Schon als Kind wurde Waltraud zum Singen angehalten, sie trat gern öffentlich mit ihrer Stimme in Erscheinung und besuchte die städtische Musikschule, wo sie Trompeten- und Klavierunterricht erhielt. Ihre künstlerische Ausbildung erwarb sie an den Musikhochschulen in Detmold, Köln und Düsseldorf, wo sie zunächst "Horn" mit dem Ziel der Orchestermusikerin studierte; sie spielte in diversen Orchestern und Kammermusikensembles. Ihr Hauptinteresse galt jedoch mehr und mehr dem Gesang; so widmete sie sich schließlich ganz der Ausbildung ihrer Stimme (Mezzosopran). Nebenbei studierte sie vier Jahre lang privat Hebräisch bei einer Judaistin in Düsseldorf. Inspiriert durch die biblischen Psalmen in ihrer Ursprache entdeckte die Sängerin ihre Vorliebe für geistliche Lieder und begann selbst Bibelverse zu vertonen. Sie tauchte ein in die Welt der Tehilim, der hebräischen Preisungen. Auch die jüdische Volksmusik aus vergangenen Jahrhunderten und unterschiedlichen Kulturen mit ihren Besonderheiten in Melodik, Harmonik und Rhythmus übte eine starke Faszination aus und beeinflusste ihre eigene kompositorische Arbeit. So entstand im Laufe von Jahren ein außergewöhnliches Konzertrepertoire, das die Gattungen des klassischen Kunstliedes und der jüdischen Folklore auf einzigartige Weise verbindet.